Entdecken Sie die Hafenstadt Warna

Warna ist eine Hafenstadt am Schwarzen Meer mit dem zweitgrößten Hafen Bulgariens. Sie ist die drittgrößte Stadt des Landes und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Bis zum Jahre 1956 trug Warna noch den Namen Stalin.

Warna

Panoramablick auf Warna

Einwohner

In Warna leben knapp 350.000 Menschen. Bei der letzten Volkszählung beantworteten etwa 300.000 die Frage nach ihrer ethnischen Zugehörigkeit. Demzufolge leben ca. 285.000 Bulgaren, 10.000 Türken und 3162 Roma in der bulgarischen Stadt Warna.

Geschichte

Schon im 5. Jahrtausend v. Chr. war die Gegend rund um Warna von Menschen besiedelt. Archäologische Funde belegen diese Tatsache, darunter Gold aus dem 4. Jahrtausend v. Chr., das in alten Gräbern der Warna-Kultur entdeckt wurde.

Hafen Warna

Hafen von Warna bei Sonnenuntergang

Im 7. Jahrhundert v. Chr. gründeten griechische Siedler an der Stelle des heutigen Warna die Stadt Odessos. Diesen Namen behielt die Stadt während der Antike. Im 7. Jahrhundert n. Chr. siedelten sich die ersten Slawen in Odessos an. 681 eroberte Khan Asparuch die Stadt und gab ihr den Namen Warna. Während des Ersten Bulgarischen Reiches erlangte das Christentum große Bedeutung in Warna. Im Zweiten Bulgarischen Reich entwickelte sich Warna zu einer Handwerksstadt mit einem wichtigen Handelshafen.

1391 eroberten die Osmanen Warna. Nachdem sie in der Folge wieder an Byzanz gefallen war, eroberten die Osmanen die Stadt 1444 in der Schlacht bei Warna erneut. 1828 besetzten die Russen Warna, konnten die Stadt aber nicht lange halten. Von 1853 bis 1856 tobte der Krimkrieg am Schwarzen Meer. Warna spielte aufgrund der kriegswichtigen Lage eine entscheidende Rolle in diesem Konflikt und war zeitweise von französischen und britischen Truppen besetzt.

Die erste Eisenbahnlinie des Osmanischen Reiches verlief 1866 zwischen Warna und Russe. Damit etablierte sich Warna als wichtiges Handelszentrum. Während des 2. Weltkrieges gab es heftige Kämpfe in der Hafenstadt am Schwarzen Meer. Schließlich eroberte das sowjetische Heer Warna im Jahr 1944. Von 1949 bis 1956 trug die Stadt dann den Namen Stalin. Die kommunistische Ära endete 1989 in Bulgarien, seitdem hat in Warna ein Domokratisierungsprozess eingesetzt.

Sehenswürdigkeiten

Gräberfeld von Warna

Das Gräberfeld von Warna liegt im Westen der Stadt am Ufer des Warna-Sees. Einige der bedeutendsten archäologischen Funde der Vorgeschichte wurden hier entdeckt. Das Gräberfeld von Warna stammt aus der Kupfersteinzeit. Berühmt geworden ist es wegen der Goldfunde in den Gräbern, die einige der ersten bearbeiteten Goldstücke der Welt repräsentieren. In einigen der Gräber wurden nur Grabbeigaben und keine Skelette gefunden, so dass anzunehmen ist, dass es sich hierbei um symbolische Bestattungen handelte. Das Gräberfeld geht auf die Warna-Kultur zurück, die offenbar schon ausgebildete religiöse Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod hatte. Die Funde des Gräberfelds von Warna sind im Archäologischen Museum Warna und im Nationalen Historischen Museum in Sofia zu sehen.

Entschlafung der Gottesmutter-Kathedrale

Muttergottes-Kathedrale

Muttergottes-Kathedrale

Die Entschlafung der Gottesmutter-Kathedrale ist das Wahrzeichen der Stadt Warna. Der Grundstein zum Bau der Kathedrale wurde 1880 im Zentrum der Stadt gelegt. Das Dach und die Kuppeln der Entschlafung der Gottesmutter-Kathedrale sind aus Kupferblech gefertigt und mit Silber- und Goldverzierungen veredelt. Von vielen wird das Gotteshaus schlicht Muttergottes-Kathedrale genannt. Beeindruckende Wandmalereien verschönern das Innere der Kathedrale. Die Fenster sind mit wunderbaren Glasmalereien verziert. Im Jahr 2001 wurde eine einzigartige Außenbeleutung installiert, die die Muttergottes-Kathedrale bei Dunkelheit in ein göttliches Licht taucht.

Römische Thermen

In Warna sind Überreste von Römischen Thermen aus dem 2. Jahrhundert erhalten. Diese befinden sich im Stadtzentrum Ecke San-Stefano- und Khan-Krum-Straße. Die Römischen Thermen sind Teil des Archäologischen Museums Warna. Hier bekommt man einen sehr guten Eindruck von der Badekultur der Antike. Umkleideraum, Frigidarium, Tepidarium und Caldarium können noch heute in den Ruinen ausgemacht werden. In dem Gewölbe unterhalb der Römischen Thermen sind sogar noch die alten Latrinen zu besichtigen.

Archäologisches Museum Warna

Archäologisches Museum Warna

Archäologisches Museum Warna

Das Archäologische Museum Warna ist in einem ehemaligen Mädchen-Gymnasium untergebracht. Es wurde 1887 gegründet und gehört damit zu den ältesten Museen Bulgariens. Das Highlight unter den Ausstellungsstücken sind sicher die Goldfunde vom Gräberfeld von Warna. Sehenswert sind darüber hinaus vor allem die ausgestellten Ikonen sowie sakrale Geräte aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Insgesamt präsentiert das Archäologische Museum Warna Artefakte von der Altsteinzeit bis ins 19. Jahrhundert. Bestaunen Sie die ersten Werkzeuge der Menscheitsgeschichte ebenso wie Schmuckstücke aus dem Mittelalter und Schnitzereien der Trjawna-Schule aus dem 19. Jahrhundert.

Pobiti Kamani

Pobiti Kamani ist ein Naturphänomen und liegt 18 Kilometer westlich von Warna. Es handelt sich um Steinformationen, die über ein Gebiet von 7 Quadratkilometern verstreut sind. Das Naturphänomen wird wegen seiner Ähnlichkeit zu versteinerten Bäumen auch Steinerner Wald genannt. Die Steinsäulen von Pobiti Kamani sind 5 bis 7 Meter hoch. Weil es aussieht, als wären sie von einer höheren Macht in den Boden gerammt worden, haben sie den Namen Pobiti Kamani, „in den Boden gerammte Steine“, erhalten. Das Naturphänomen galt in früheren Zeiten als heiliger Platz. Einige der Gesteinsformationen erinnern an Menschen oder Tiere und haben entsprechende Namen erhalten. Es gibt unter anderem den Steinwächter, das Kamel und den Löwen.

Aladschakloster

Das Kloster Aladscha ist ein Höhlenkloster an der Küste des Schwarzen Meeres, 15 Kilometer nördlich von Warna. Die Geschichte des Klosters liegt im Dunkeln. Die Wandmalereien, die noch vorhanden sind, stammen aus dem 11. bis 14. Jahrhundert. Das Aladschakloster umfasst zwei Kirchen, eine Krypta, ein Refektorium und die Zellen der Mönchen. Die Räumlichkeiten wurden in den weichen, kreideähnlichen Felsen in zwei Ebenen hineingearbeitet. Das Kloster Aladscha gehört zu den nationalen Denkmälern Bulgariens.

Goldstrand bei Warna

Goldstrand bei Warna

Strand

Nördlich von Warna erstreckt sich der zauberhafte Goldstrand an der Küste des Schwarzen Meeres. Der in der Sonne gold schimmernde Sand hat diesem Strand seinen Namen gegeben. Hier reiht sich ein Badeort an den nächsten. Direkt an Warna schließt sich der Kurort Goldstrand an. Vor dem Strand befindet sich der Meeresgarten, der älteste und größte Park von Warna. Goldstrand und Meeresgarten laden dazu ein, sich in der Sonne zu erholen.

Karte: Sehenswürdigkeiten in Warna

[wpgmza id=“5″]