Die bulgarische Küche ist noch recht unbekannt, sie ähnelt der griechischen
jedoch sehr stark. Eine der bekanntesten bulgarischen Spezialitäten ist der
Tarator, eine Suppe aus Joghurt, Gurken, Knoblauch und rein
gemahlenen Nüssen, die mit Eis serviert wird. Die traditionelle bulgarische Küche
ist ziemlich raffiniert und nimmt in der Zubereitung viel Zeit in Anspruch, genau
soviel Zeit nehmen sich dann aber auch die Gäste. Die Bulgaren sind sehr gesellig
und bleiben gern lange am Tisch sitzen, die Küche wird tagsüber auch nie
geschlossen. So herrscht den ganzen Tag über ein reges Treiben um die Töpfe in
Bulgarien. Brot mit Salz und Gewürzen gehört in Bulgarien zu jeder Mahlzeit dazu.
Jeder nimmt sich ein Stück Brot und tunkt es in eine Schale mit Salz und Gewürzen,
dazu trinkt man ein Glas Slibowitz, einen hochprozentigen Pflaumenschnaps, den man
auch während dem Essen trinkt. Eine weitere alkoholische Spezialität heißt MASTIKA,
ein Getränk auf Basis von Anis, das wie der griechische Ouzo schmeckt.
Essen und Trinken ist in Bulgarien eine sehr günstige Angelegenheit und das
sogar in den nobelsten Restaurants des Landes. So kostet ein Menü mit fünf Gängen
umgerechnet knapp 7 Euro pro Person, inbegriffen sind hierbei ein paar Vorspeisen,
Hauptgänge und auch noch mehrere Desserts. Gibt man sich mit weniger zufrieden, so
kann man sich auch schon für weniger als einen Euro satt essen. Alkoholische oder
alkoholfreie Getränke kosten weniger als 50 Cent.
Tomaten und Gurken in einer Schüssel
vermischen; falls Zwiebel und Paprikaschoten dazu gegeben werden, ebenfalls
unterrühren. Öl und Essig nach Geschmack dazu geben (z. B. je 2 EL) oder am Tisch
anrichten.
Die Paprikaschoten im Freien im Schatten bei sommerlichen Temperaturen
liegen lassen. Nach 3-4 Tagen jene aussortieren, die gefault sind. Die restlichen
Paprikaschoten anbraten und im geschlossenen Topf dünsten lassen. Schälen und vom
Stengel und den Kernen befreien.. Die so zubereiteten Paprikaschoten in eine
Schüssel geben, Sonnenblumenöl, Weinessig, Zucker und Salz nach Geschmack dazugeben.
Alles gut vermischen und 1 Stunde stehen lassen. Die Petersilienblätter (ohne
Stengel) und die Knoblauchzehen dazugeben, und in Einmachgläser füllen. Etwa 30
Minuten kochen. Die so konservierten Paprikaschoten eignen sich - ohne weitere
Vorbereitung - als Beilage oder Salat.
Die Zwiebel im Öl anbraten, Paprikapulver
dazugeben und mit der Fleischbrühe aufgießen. Die Karotte und die Kartoffel
dazugeben und nach Belieben auch eine halbe Paprikaschote. Köcheln lassen, bis alles
gar ist. Für die Fleischklößchen das Hackfleisch, den Reis, das Eiweiß und die
Gewürze gut verkneten und daraus kleine Kugeln (ca. 1 – 1,5 cm Durchmesser) formen.
Die Klößchen im Mehl wälzen und in die kochende Suppe geben. Sie sind gar, sobald
sie nach oben kommen. Die Hitze etwas reduzieren, Eigelb und Joghurt in einer
Tasse verrühren und mit etwas Suppe verdünnen. Die Suppe mit dieser Mischung
legieren und mit Petersilie garnieren.
Das Fleisch in etwa 10 gleich große
Stücke schneiden, und entweder in Öl anbraten oder in Öl und Wasser dünsten. Die
Zwiebeln, die gekochten Bohnen, die Karotten, die Aubergine, die Kartoffeln und die
Tomaten sowie die Bamja vermischen. Salzen. Das Fleisch mit der eigenen Soße und der
Gemüsemischung in eine feuerfeste Form geben. Wasser dazugeben, bis alles gut
bedeckt ist und mit dem Paprikapulver gut würzen. Im Backrohr auf 180 - 200° ca.
2 - 3 Stunden backen, zwischendurch immer wieder umrühren und mit Paprikapulver
nachwürzen.
KAWARMA
Zutaten:
1 kg Rindfleisch, 1 kg Zwiebeln (klein
gewürfelt), 100g Speck (klein gewürfelt), Pfeffer, 8-10 Knoblauchzehen
(kleingehackt), 2 EL Tomatenmark, 1 Glas Weißwein, 1 EL Bohnenkraut, 1 EL
Petersilie, 1 Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Das Fleisch
und den Speck gemeinsam anbraten. Zwiebeln, Knoblauch, das in Wasser aufgelöste
Tomatenkonzentrat und die Gewürze dazu geben. Danach Wein und 2 Teetassen heißes
Wasser beifügen. Sobald das Fleisch gar ist, wird es in kleine Tonschüsseln
(Giuvetschee) gegeben und im Backrohr gebacken, bis das Fleisch nur mehr auf Öl
bleibt.
Joghurt, Ei,
Hefe und Soda, Salz und Wasser verrühren. Mehl dazugeben, bis ein weicher, knetbarer
Teig entsteht. Durchkneten und gehen lassen. In der Zwischenzeit das Ei verquirlen
und mit dem Bulgarischen Käse vermischen. Sobald der Teig gegangen ist, mit dem
Nudelholz ein 3 - 4 mm dickes Teigblatt ausrollen und in zwei gleich große Teile
schneiden. Aus dem Ei und dem Käse eine Mischung machen, ein Teigblatt damit
bestreichen und mit dem anderen Teigblatt bedecken. Dieses doppelte Teigblatt wird
so in Längs- und Querstreifen geschnitten wird, dass Quadrate ca. der Größe 6 x 10
cm entstehen. Vorher aber werden die gedachten Ränder der "parschenki" mit dem
Finger angedrückt. Nun werden die "parschenki" mit einem Teigrädchen oder einem
Messer in die vorgezeichneten Stücke geschnitten und im erhitzten Öl
herausgebacken.
Weine & Weinanbau
Bulgarien hat sich einen Ruf aufgebaut, Weine von hoher Qualität zu günstigen
Preisen zu produzieren. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, der dem Land die
kommunistische Herrschaft brachte, wurde Weinbau in Bulgarien beinahe ausschließlich
von kleinen Winzern betrieben, die ihren eigenen Wein kelterten. 1944 beschloss die
Regierung das Kollektivsystem einzuführen, das bis dahin nahezu unbekannt war.
In Weinbauschulen wurden neue Fachkräfte ausgebildet,
zahlreiche ausländische Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot oder Chardonnay
wurden neben den einheimischen Sorten wie Gamza und Mavrud angepflanzt.
Bulgarien hat ein noch unerschöpftes Potential für den Weinanbau. Viele Weinberge
und Kellereien benötigen Investitionen, um moderne Standards zu erfüllen. Der Norden
Bulgariens hat ein kontinentales Klima mit kühlen Wintern und heißen Sommern.
Mildere Klimabedingungen finden sich im Süden, wo das Schwarze Meer und das
Mittelmeer Einfluss ausüben. Dort gibt es Hügellandschaften mit perfekten
Mikroklima-Bedingungen für den Weinanbau. So sind alle Voraussetzungen in Bulgarien
geschaffen, um – mit ein bisschen Hilfe – eine echte internationale Konkurrenz für
Frankreich und Italien zu werden.